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Ausflug nach Berlin vom 17.-20.April 2001



Ausflug nach Berlin vom 17.-21.April 2001

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Reisebericht

Frühmorgens am Dienstag, den 17.4.machten sich 14 (eigentlich aber nur 13, Axel sonderte sich in Berlin ab) voller Tatendrang steckende und auf Berlin gespannte Jugendliche auf  die große Reise in die Bundeshauptstadt. Nach gut 8 Std. Fahrzeit kamen wir trotz eines kleinen Lichtschadens an einem der Autos sicher in Berlin an. Dank einer ausgezeichneten Navigation durch den Großstadtverkehr fanden wir auch ziemlich schnell unsere Heimat für die nächsten 4 Tage - das Jugendgästehaus der DSJ (Deutsche Schreberjugend oder so). Noch am gleichen Tag unternahmen wir eine Stadtrundfahrt, um uns unsere Ziele für die nächsten Tage auszusuchen. So beschlossen wir, zuerst das Reichstagsgebäude zu besuchen. Wir erfreuten uns aber weniger an dem Gebäude als an den Passanten, die wir (besonders Woerrle : "Da läuft Angela Merkel" und"Wo ist hier das Oktoberfest?" oder sein Gummibärchen, das leider außer Reichweite war ) nach allen Regeln der Kunst verarschten. 

Am Abend nach einem qualitativ dürftigem Abendessen ohne Trinken beschlossen wir, die Kneipe von Jochens Bekannten, das EDWIN zu besuchen. Der Wirt gab uns gleich mal einen aus und gab uns auch noch einige Tipps, was wir unternehmen könnten. Da besonders die Fahrer ziemlich müde waren, beschlossen  wir, nach ein paar Bierchen und Tequillas wieder zum Jugendgästehaus zurückzugehen. Dort wurde dann noch eine kleine Fete auf Brigittes und Sophies Zimmer veranstaltet, die sich zu einem echten Dauerbrenner entwickeln sollte. 

Am nächsten Tag besuchten wir mehr oder weniger frisch ausgeschlafen den berühmtesten ehemaligen Grenzübergang Berlins, den Checkpoint Charlie. Nach dem Besuch des Museums am Checkpoint Charlie und einem griechischen Mittagessen machten wir uns frischgestärkt auf, den Gendarmenmarkt mit dem dt. und frz. Dom zu besuchen. Auf dem Weg dorthin fanden wir noch ein Relikt aus vergangener Zeit : den DDR-Polizist, der uns immer sicher über die stark befahrenen Straßen Berlins lotste.

Als wir dann am Gendarmenmarkt ankamen, machte sich wieder einmal das Wetter bemerkbar. Es fing an, wie aus Kübeln zu schütten. So machten wir es uns erst einmal im französischen Dom gemütlich, um dort über unsere weiteren Vorhaben zu diskutieren und gleichzeitig den Glockenturm bestiegen. 

Nachdem wir dann zu dem Entschluß gekommen waren, die EastSideGallery anzuschauen und danach mal das KADEWE unsicher zu machen, hatte es auch wieder aufgehört zu regnen. Nach dem doch ziemlich langen, aber interessanten Marsch der EastSideGallery entlang (immerhin ca.1,5km) war es doch schon ziemlich spät, denn wir mussten immer so um 18 oder 19 Uhr zum Abendessen erscheinen, sonst hätten wir nichts mehr bekommen. So wurde der Besuch im KADEWE nur zum ½ stündigem Shoppingsprint. 

Wie am Tag zuvor, zogen wir nach dem Abendessen los, teilten uns aufgrund des Champions-League Spiel der Bayern gegen ManU aber in 2 Gruppen auf : die eine, Wörrle und ich, suchte mit kleineren Zwischenfällen Axel Kruses SportBar auf, die wir tagsüber an einem S-Bahnhof entdeckten, und wo wir uns das Spiel ansahen. Die Stimmung war super, das Lokal bis auf den letzten Platz (300Sitzplätze) besetzt und somit rappelvoll. 

Da ich also dort war, kann ich vom Aufenthalt der anderen Gruppe, die derweil die Berliner Kultkneipe „Das Klo“ besuchte nur erzählen, was mir erzählt wurde, nämlich das es dort „versenkbare Tische“ gäbe und Kloschüsseln als Stühle entfremdet wurden. Ausserdem wurde anscheinend auf dem Frauenklo Eintritt verlangt, während die Männer ihr Geschäft umsonst verrichten durften (hihi). 

Nach dem Fussballspiel, welches übrigens 2:1 für die Bayern endete (L), trafen wir uns in einem irischen Pub, wo wir noch einige Guinness oder Harp pfetzten (s.a. Bierdeckelsammlung). Eigentlich wollten wir dann mit einem Taxi heimfahren, doch der Fahrer wollte uns nicht mitnehmen, und so waren wir gezwungen, die letzte U-Bahn zu nehmen. 

Auch an diesem Tag fand wieder die alltägliche Zimmerfete statt, auf der noch einiges an Alkohol die feuchten Kehlen hinunterfloss, und auf der noch einige Witzle gerissen worden sind. 

Am Donnerstag machten wir uns bei Sonnenschein (übrigens das erste Mal seit wir in Berlin waren) auf, das Schloß Charlottenburg zu besuchen. Davor (vor dem Schloß, nicht zeitlich „davor“) machten wir es uns trotz eindringlicher Warnung auf dem nackten Beton gemütlich, um unsere ermüdeten Knochen zu entspannen. Nach einer lediglich äußeren Besichtigung machten wir uns zum nächsten Ziel auf, dem Olympia- und Messegelände. Zuerst bestiegen oder befuhren, denn es gab einen Aufzug, einige von uns den Funkturm, um von dessen Plattform, einen grandiosen Überblick über Berlin zu genießen. Trotz des starken Windes war die Aussicht sehr gut und man konnte fast ganz Berlin überblicken. Nach einer anschließenden Kaffeepause in einem Hotel und wieder mal einem Regenschauer zogen wir weiter zum Olympiastadion. Leider, leider (schluchz) konnten wir es nur von außen sehen und mit dem Wachpersonal ließ es sich auch nicht reden, und so blieb uns nichts anderes übrig, als es dabei zu belassen. 

Abends holten wir unseren kurzfristig umgeplanten Besuch in der Ausstellung „Körperwelten“ , die gerade in Berlin gastierte, nach. Was man in dieser Ausstellung so alles sieht, das schlägt einen schon ganz schön auf den Magen, und manche kippen sogar davon um. Dort werden tote Menschen ausgestellt, denen man z.B. die Haut, die Knochen, und die Organe wegnahm, sodaß nur noch die Nervenbahnen oder der Blutkreislauf durch Venen und Arterien zu sehen war. Oder aber auch die verschiedenen Stadien einer Geburt anhand toter Embryos oder Fehlgeburten konnte man sehen. 

Da war es gar nicht so leicht, danach wieder in Partystimmung zu kommen, um die dritte Zimmerfete durchzuziehen. Doch heute kam sogar noch fremder Besuch hinzu. Da Brigitte in ihrer Spontanität die Zimmerschlüssel mal so eben aus dem Fenster warf, standen kurze Zeit später zwei Studenten aus Stuttgart, die hier im Rahmen ihres Physikstudiums einige Institutionen besuchten, vor der Tür. Mit ihnen zusammen wurde bis in die Morgenstunden gefeiert, als dann die letzten sich in ihre Zimmer verkrochen. 

Am Freitag, unseren letzten Tag in Berlin (schon) sahen wir uns noch die Gedächtniskirche an und machten die Berliner Kaufhäuser unsicher, wobei mancher noch ein Schnäppchen fand. Um 14.00 Uhr machten wir uns dann auf die Heimfahrt, auf der einige der Schlaf übermannte (zum Glück nicht die Fahrer) und auf der es bis auf den faszinierenden Bibi Blocksberg Film und das brennende Auto nichts besonderes zu sehen gab. 

Leider waren diese 4 Tage viel zu schnell vergangen und wir alle hoffen, dass wir so etwas vielleicht wieder  mal machen können (oder?).

 




Last update:  22:05 04/11 2009